Unbenannt

Schon zwei Jahre nach der Einführung des ersten CAD-Programms wurde bei Sieveke die Entscheidung getroffen, auf ein Softwareprogramm umzustellen, das die Konstruktion von 3D-Modellen ermöglicht. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung vordergründig durch die veränderten Konstruktionspläne der Architekten: Mit der Möglichkeit zur Erstellung von 3D-Modellen entwarfen die Architekten auch Gebäude mit ovalen und gekrümmten Flächen. Die ließen sich in 2D-Programmen nicht ohne weiteres konstruieren. Günter Buhr dazu: „Wir haben uns schon immer in einem Marktsegment bewegt, wo es um berufliche Herausforderungen ging, deshalb musst du dann auch aufrüsten, wenn es die Planer ihrerseits tun. Alternativ wirst du eben abgehängt.“

Vor allem für die Konstrukteure war die Umstellung auf die 3D-modellbasierte Arbeitsweise mit großen Vorteilen verbunden. Die dreidimensionale Arbeitsweise bot die Möglichkeit der Plausibilitätskontrolle und so die Sicherheit, dass Grundrisse und Schnitte fehlerfrei zusammenpassten. Außerdem konnten an die Objekte im 3D-Modell bereits erste Informationen zu verwendeten Materialien angehängt werden.

So war der erste Meilenstein für die Arbeit mit 3D-Modellen gelegt worden. Die Konstrukteure bei Sieveke erkannten aber nach einer Weile, dass die Software nicht alle Anforderungen der Zimmerei erfüllte. Die Möglichkeiten zum Konstruieren kompletter Fassadenelemente, wie sie die Zimmerei nun hauptsächlich baute, waren noch zu beschränkt. Deshalb informierten sich die Konstrukteure über geeignete Alternativen und schlugen Günter Buhr dann die Anschaffung eines anderen Softwareprogrammes vor. Das Programm bewährte sich und wird bis heute genutzt.

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