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Der traditionelle Zimmermanns-Abbund beanspruchte viel Personal und Zeit. Günter Buhr suchte nach einer Möglichkeit, die Fertigung bei Sieveke effizienter zu gestalten. Auf einer Messe entdeckte er einen schwedischen Hersteller, der CNC-Maschinen für den Holzabbund anbot und war sofort überzeugt.

Mit der Anschaffung der CNC-Maschine veränderte sich die Arbeit auf dem Sieveke-Hof maßgeblich. Da die Maschine nun den Abbund übernahm, wurden die Zimmermeister verstärkt in der Montage eingesetzt. Viele sahen diese Entwicklung zunächst skeptisch und fürchteten um ihre Stellung im Betrieb. Trotzdem zeigten sie Verständnis dafür, dass sich der Betrieb an die sich wandelnden Anforderungen des Marktes anpasste. Für einige Zimmermeister bot sich die Möglichkeit, sich neues technisches Knowhow anzueignen und so den Abbund als Maschinenführer zu unterstützen.

Die maschinelle Fertigung mit ihren Vorteilen hinsichtlich Qualität und Genauigkeit verschaffte der Zimmerei Sieveke einen Wettbewerbsvorteil. Vor allem bei Aufträgen, bei denen die Produktion vieler ähnlicher Elemente nötig wurde, war Sieveke nun deutlich besser aufgestellt als die Konkurrenz. Da der maschinelle Abbund in 80ern genauso vergütet wurde, wie der händische, zahlte sich die Anschaffung der Maschine schnell aus. Eine zusätzliche Einnahmequelle ergab sich durch den sogenannten Lohnabbund, bei dem Holzzuschnitte für andere Zimmerei-Betriebe ohne CNC-Maschinen angeboten wurden.

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